Geschwindigkeitsprüfungen an Hauptdurchfahrtsstraßen

29.03.2019 08:08

Die SPD Hövelhof fordert seit längerem eine Konzeption mit Blick auf die Geschwindigkeitsregelungen bei den Hauptdurchfahrtsstraßen der Ortsteile und im Ortskern.

Photo von Viktor Kiryanov auf Unsplash.

Die nun von der Fraktion der Bündnis 90/ die Grünen eingereichte Antrag wird umfänglich von der SPD Hövelhof begrüßt. Die SPD fordert seit längerem hier einen genaueren Blick auf die Gestaltung der Geschwindigkeit. "Gerade in den Ortsteilen erhält dies ein besonderes Gewicht, denn oft fahren von den Hauptdurchfahrtsstraßen die Buslinien und somit auch die Schulbusse. Seit längerem fordern wir hier eine Absenkung der Geschwindigkeit mit Blick auf die Sicherheit unserer Kinder." teilt Simon Farr, SPD Vorsitzender mit.

Die SPD hat dieses Thema in der Vergangenheit bereits öfter aufgegriffen. Bisher waren die "Abstimmungsprozesse" mit den Straßenbaulastträgern ein Vorwand um die Untätigkeit zu erklären. Eine Weitergabe von Informationen an den Gemeinderat nach "Verkehrsschauen" oder anderen verkehrsrechtlichen Aspekten findet nicht statt, obwohl die Beschlusslage des Gemeinderates klar und eindeutig ist.

"Die Informationspolitik im Rathaus ist gruselig und absolut inakzeptabel. Hier muss der Bürgermeister sein Verhalten ändern und alle Parteien einbeziehen. Die Bevorzugung von einer bestimmten Partei muss ein Ende haben." kritisiert der stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Hendrik Kuske.

Einige Hauptdurchfahrtsstraßen in den Ortsteilen sind Kreis- bzw. Landstraßen und somit ist hier nicht die Gemeinde der Straßenbaulastträger. Die Gemeindeverwaltung kann jedoch in Gesprächen und bei Abstimmungsprozessen darauf einwirken und bauliche Wünsche äußern und ggf. mitfinanzieren. Des Weiteren kann sie dort Geschwindigkeitsreduzierungen anregen und beantragen.

Die im letzten Jahr stattgefundene Änderung der Regelung für die Herabsetzung der Geschwindigkeit, insbesondere in Bereichen von Kindergärten, wurden bisher aktiv nicht geprüft, geschweige denn genutzt.

Die SPD Hövelhof fordert weiter, dass bei Neugestaltungen der Durchfahrten oder von Baugebieten, so wie es demnächst in Riege der Fall sein wird (Baugebiet Nachtigallenweg / Hanhardts Kamp) die Geschwindigkeit vor den Baumaßnahmen über einen längeren Zeitraum gemessen werden. "Hieraus müssen unbedingt die richtigen Schlüsse gezogen werden. Im Zweifel müssen wir hier zum Wohle der Kinder und Anwohner entscheiden und stellenweise die Geschwindigkeit auf 30 km/h herabsenken." führt Eva-Marie Hahne weiter aus.

Die SPD Hövelhof fordert daher eine Erweiterung des Antrages der Grünen auf Riege, Hövelriege und andere Ortsteile und regt aktuelle Geschwindigkeitsmessungen, über einen längeren Zeitraum an, um entsprechende Schlüsse ziehen zu können, die im Rahmen von baulichen Veränderungen adäquat berücksichtigt werden können.

Eine gute Idee wäre es auch, wenn Anwohnerinnen und Anwohner sich auf eine Geschwindigkeitsmessung auf ihrer Straße "bewerben" können, wenn sie das Gefühl haben, dass dort deutlich zu schnell gefahren wird.